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Pflegedienstleitung zum Anfassen

Pflegedokumentation, Mitarbeiterführung, Kundenbetreuung und Patientengespräche – die Aufgabenliste von Carsten Schrötter ist lang. „Eine genaue Berufsbeschreibung der Pflegedienstleitung? Ich würde sagen: eierlegende Wollmilchsau“, lacht Schrötter. Seit zehn Jahren arbeitet der 39-Jährige für die Diakoniestation Wilhelmsburg. Seit 2004 ist er als Pflegedienstleitung dafür Verantwortlich, dass es in der Pflege auf der Elbinsel rund läuft. „Der direkte Kontakt zu den Kunden ist mir besonders wichtig!“, sagt Carsten Schrötter. „Ich freue mich immer auf Beratungsgespräche, Pflegevisiten und Erstbesuche. So bekomme ich den besten Einblick und ein gutes Gespür für die Belange der Kunden. Das ist einfach schön, dieses unmittelbare Feedback.“

Aber auch innerhalb des Mitarbeiterteams der Diakoniestation ist ihm Austausch und gegenseitige Unterstützung wichtig: „Die Zusammenarbeit steht für mich im Vordergrund. Mir liegt viel daran, alle hier mit im Boot zu haben“, sagt Schrötter. Neben den regelmäßigen Dienstbesprechungen gibt es daher Gesprächsangebote, wie z.B. Supervision. Ein großes Fort- und Weiterbildungsangebot bietet den Mitarbeiterinnen zudem ständige Entwicklungsmöglichkeiten und Qualifikation. „Für qualifizierte und wertschätzende Pflege auf der Elbinsel“, so Schrötter.

Vernetzung und Austausch
Carsten Schrötter ist in Wilhelmsburg geboren und aufgewachsen. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern wohnt er inzwischen in Lüneburg. Doch ganz weg aus seiner Heimat war er nie. Gute Kontakte und eine starke Vernetzung in der Nachbarschaft machen Schrötter und die Diakoniestation Wilhelmsburg zu einem starken Partner für die Elbinsel. „Meinen Zivildienst und die Ausbildung zum Krankenpfleger habe ich im Krankenhaus Groß-Sand gemacht. Nach einigen Jahren in der Zentralen Notaufnahme wechselte er schließlich zur Diakoniestation Wilhelmsburg. „Die Arbeit im Krankenhaus hat mir immer viel Freude gemacht – aber der Schichtdienst vertrug sich nicht so gut mit zwei kleinen Kindern“, erzählt Schrötter augenzwinkernd. Die Arbeit in der ambulanten Pflege sei schon eine Umstellung gewesen. „Man bekommt einfach sehr viel mehr Eigenverantwortung“, so Schrötter. „Zudem arbeiten wir ganz im diakonischen Sinne: man ist häufiger mal Ansprechpartner für Probleme, die über die fachliche Pflege hinausgehen. Wir sehen den Menschen als Ganzes – und nicht nur seine Defizite. Das gefällt mir!“


Vier für Wilhelmsburg – Diakonische Pflege auf der Elbinsel

Die Diakonie Wilhelmsburg versorgt seit mehr als 30 Jahren hilfs- und pflegebedürftige Menschen auf der Elbinsel. Im Jahr 2011 werden die Angebote und Dienstleistungen erweitert und verbessert. Der neue Geschäftsführer Marten Gereke: „Für pflegebedürftige Menschen auf der Elbinsel ist die Diakonie Wilhelmsburg ein wichtiger Anlaufpunkt. Für sie wollen wir das diakonische Angebot optimieren und mit vielfältigen Ange-boten ausbauen.“

Ab dem 1. Januar 2011 steht die Diakonie Wilhelmsburg unter der neuen Trägerschaft der Pflegediakonie. Kurz vor Weihnachten unterzeichneten die Vorstandsvorsitzende der Diakonie Wilhelmsburg, Pastorin Corinna Peters-Leimbach, der Geschäftsführer des Vorstandes, Hannsjörg Müller, und Marten Gereke, Geschäftsführer der Pfle-gediakonie, die Verträge. „Ich freue mich, dass die diakonische Arbeit in Wilhelmsburg auch weiterhin einen guten Weg gehen wird“, sagte Corinna Peters-Leimbach nach der Vertragsunter-zeichnung. „Das ist eine runde Sache“, unterstrich Hannsjörg Müller. „Wir stehen den Menschen auf der Elbinsel bei Pflegebe-dürftigkeit, Fragen und Nöten zur Seite. Mit einem starken Part-ner wie der Pflegediakonie ist das in Zukunft noch besser möglich.“ In Zeiten des Fachkräftemangels und wachsenden Anforderungen in der Pflege, sei es für kleine Anbieter wie die Diakonie Wilhelmsburg wichtig, sich mit größeren, leistungsfähigeren Ein-richtungen zusammenzutun.

Die Pflegediakonie ist Träger von neun Diakoniestationen, zwei Seniorenzentren, Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, Tagespflegen und Anbieter von Wohnen mit Service im Süden Schleswig-Holsteins und Hamburg. „Wir wollen die Diakonie Wilhelmsburg mit unseren Erfahrungen unterstützen und voranbringen“, sagte Marten Gereke. Für die Kunden der Diakonie bedeutet das eine weitere Verbesserung der Angebote und Möglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit. Carsten Schrötter, Pflegedienstleitung der Diakonie Wilhelmsburg: „Diakonie bleibt Diakonie und das bedeutet, dass wir nach diakonischen Grundsätzen helfen und pflegen. Besonders wichtig ist es uns dabei, auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“

BU: Freuen sich auf ein erfolgreiches neues Jahr 2011 in Wilhelmsburg (v.l): Hannsjörg Müller, Geschäftsführer der Diakonie Wilhelmsburg, Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, Pastorin Corinna Peters-Leimbach, Vorstandsvorsitzende, Carsten Schrötter, Pflegedienstleitung.


Kaffee, Kekse und Geschichten

Als Dankeschön für ihre Kunden luden die Mitarbeiterinnen der Diakonie Wilhelmsburg in der letzten Woche zu einer stimmungsvollen Adventsfeier in den Carstensstift ein. Bei Kaffee und selbstgebackenen Torten feierten rund 40 Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit ihren Pflegerinnen die Adventszeit.

„Diakonie bedeutet Tischdienst – also Gastfreundschaft“, sagte Hannsjörg Müller von der Diakoniestation Wilhelmsburg in seiner Begrüßungsansprache. Ganz in diesem Sinne hatten die Mitarbeiterinnen der Diakonie im Carstensstift in der Rotenhäuserstraße ein buntes, vorweihnachtliches Programm organisiert. „Wir machen das in unserer Freizeit, damit wir einmal alle unsere Kunden zusammen bekommen und gemütlich zusammen sitzen können“, so Susanne Wedekind, eine der Mitarbeiterinnen.
Rund 60 Menschen betreut die Diakonie Wilhelmsburg zurzeit in pflegerischen und sozialen Belangen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Pflege zu Hause, unterstützen im Haushalt und bieten umfassende Beratung. In der Tagespflege finden pflegebedürftige Menschen ein zweites Zuhause für den Tag. Menschen mit Demenz werden durch das Demenznetz unterstützt und begleitet.
Seit fast zwei Jahren wird Gisela Lindinger ambulant in ihrem Zuhause betreut. „Leider schaffe ich es nicht mehr allein“, sagt die 74-Jährige, die im Rollstuhl sitzt. „Aber bei den Mitarbeiterin-nen der Diakonie Wilhelmsburg fühle ich mich prima aufgehoben. Das Team ist wirklich sehr nett.“ Sie und die anderen Gäste des Adventskaffees freuten sich über das gelungene Beisammensein mit Weihnachtsliedern und einer Weihnachtsgeschichte op platt: „Alles ist so wunderschön geschmückt. Schön, dass es so eine Veranstaltung überhaupt gibt, das ist nicht selbstverständlich.“
Zweimal im Jahr, im Advent und im Frühling, laden die Pflegekräfte ehrenamtlich zu Kaffee und Kuchen ein.
Informationen zu den Angeboten der Diakonie Wilhelmsburg: 040-75 24 59 0

BU: Freute sich über das gemütliche Beisammensein mit ihren Pflegekräften: Gisela Lindinger mit Susanne Wedekind (r.) und Gaby Müller (l.)


Jeden Tag ein besonderes Angebot

Die Tagespflege der Diakonie Wilhelmsburg e.V. hat ein neues Beschäftigungskonzept: An jedem Wochentag gibt es nun ein spezifisches Angebot – von kochen bis basteln. Die Gäste der Tagespflege können so ihren Besuchstag nach dem für sie interessanten Angebot wählen.

Ein strukturierter Tagesablauf ist für viele Besucher der Tagespflegeeinrichtung wichtig. „Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, haben wir seit Anfang des Jahres an einem Beschäftigungskonzept gearbeitet“, erklärt Ute Bierwirth, Leiterin der Tagespflege. „Das Ergebnis ist eine Vielzahl von Angeboten, deren einzelne Aktivitäten auf Wochentage festgelegt sind.“ So steht jeden Montag Gymnastik auf dem Programm, dienstags wird gekocht, mittwochs fahren die Gäste gemeinsam mit dem hauseigenen Bus zum Markt auf dem Stübenplatz, jeden Donnerstag wird kreatives Gestalten angeboten und freitags ist Spieletag. Beim kreativen Gestalten werden zum Beispiel Herbstdeko oder, passend zur Adventszeit, Serviettenhalter als Nikoläuse gebastelt.

„Jeder kann, keiner muss“, betont Ute Bierwirth. „Trotz des neuen Konzepts sind die Angebote individuell an den Wünschen und Fähigkeiten der Besucher ausgerichtet.“ Ein weiterer Vorteil des neuen Konzepts: Die Menschen können ganz gezielt beraten werden und je nach Interesse ihrer pflegebedürftigen Angehörigen die Tage auswählen, an denen sie die Tagespflege besuchen. „Die Rückmeldungen zu den strukturierten Angeboten sind überaus positiv“, freut sich die Pflegefachkraft Kathrin Behr. Sie unterstützt zweimal pro Woche das Team der Tagespflege bei der Gestaltung der Aktivitäten. „Bei den Gästen entdecken wir immer wieder neue Ressourcen, die sonst wenig oder gar nicht genutzt werden. Das merken auch die Angehörigen: Die Gäste verlassen die Tagespflege am Nachmittag glücklich und berichten ihnen ganz genau von dem schönen Tag in der Tagespflege.“

Informationen zur Tagespflege: 040-75 24 59 28.


Ganzheitliche Pflege im Fokus

Sandra Rohwer (im Bild links) ist staatlich geprüfte Praxisanleiterin. Seit 2008 Jahren begleitet die Mitarbeiterin der Diakonie Wilhelmsburg Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Krankenhäusern während ihrer Praktika in der ambulanten Pflege. „Mein Ziel ist es, einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen in seiner Häuslichkeit zu vermitteln“, betont die junge Frau.

„Bevor das Praktikum beginnt, ist es meine Aufgabe, ein Vorgespräch zu führen“, erzählt die Praxisanleiterin. „Danach zeige ich den Schülern die Einrichtung und stelle sie unserem Team vor.“ Die Schülerinnen und Schüler haben schon eine Zeit in der stationären Pflege gearbeitet, bevor sie die ambulante Versorgung kennen lernen. Sie merken schnell, dass es viele Unterschiede gibt. „Die Organisation und Struktur der ambulanten Pflege ist ganz anders als auf einer Station“, so Rohwer. „Wir sind Gäste im Hause des Pflegebedürftigen und richten uns nach seinen Bedürfnissen und Wünschen.“ Dazu gehört auch, den jeweiligen Tagesablauf des Kunden zu kennen und seine Privatsphäre zu respektieren.

Zurzeit leitet Sandra Rohwer Sofiene Snoussi (im Bild rechts) an, der in der Diakonie Wilhelmsburg ein sechswöchiges Praktikum ableistet. Eine Woche davon arbeitet er in der Tagespflege. „Es ist schön, dass man mehr Zeit für den einzelnen Menschen hat“, sagt der Pflegeschüler. „Man kommt schneller ins Gespräch und kann sich intensiver mit dem Gegenüber beschäftigen.“ So könne man die Pflege individuell auf den einzelnen Menschen abstimmen.


Osteraktion im Carstens-Stift

Mitarbeiterinnen der Diakonie Wilhelmsburg spielten “Osterhasen” und verteilten bunte Ostereier an die Bewohnerinnen und Bewohner. Neben einer kleinen süßen Überraschung waren drei Eier mit je einem Gutschein gefüllt. “Das ist eine sehr liebe Aufmerksamkeit”, freute sich eine Bewohnerin.


Leidenschaft für Qualität

Angela Berg ist Qualitätsmanagerin. Seit über zehn Jahren sorgt sie in der Diakonie Wilhelmsburg dafür, dass Mitarbeiter und Kunden zufrieden sind.

„Alte und pflegebedürftige Menschen verdienen Respekt, liebevolle Zuwendung und die individuell passende Versorgung“, erklärt Angela Berg. „Die Qualität der Pflege ist ausschlaggebend für geistiges und körperliches Wohlbefinden unserer Kunden.“
Die gelernte Erzieherin engagiert sich leidenschaftlich für ihre Ziele. Vor zehn Jahren begann ihre berufliche Karriere bei der Diakoniestation. Schnell war klar, dass sie nicht als Haushilfe, sondern in der Planung und Beratung arbeiten würde. Seit ihrer abgeschlossenen Qualitätsmanagement-Ausbildung arbeitet die heute 60-Jährige täglich daran, dass zufriedene Mitarbeiter zufriedene Kunden versorgen. „Mein Beruf macht mir Spaß“, sagt Angela Berg. „Jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Man hat die Möglichkeit immer wieder Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln.“ Dabei ist Angela Berg nah am Menschen. Sie selbst pflegt jeden Morgen eine feste Kundin. „Die praktische Arbeit ist wichtig, um selbst zu erfahren, was man verbessern könnte. Und man verliert so nie aus den Augen um was es geht: Um die liebevolle Versorgung eines alten oder pflegebedürftigen Menschen“, sagt Berg. Dabei identifiziert sich die Qualitätsmanagerin mit der ganzheitlichen Sichtweise des diakonischen Leitbildes. „Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe und die Einzigartigkeit jedes Menschen sind wichtig für die Qualität der Pflege und Versorgung“, so Berg. „Der ganze Mensch steht im Vordergrund – Leib und Seele. Es geht nicht nur um die Pflege des Körpers. Deshalb arbeiten wir zum Beispiel auch mit basaler Stimulation, um alle Sinne unserer Kunden anzusprechen.“
Den privaten Ausgleich zu ihrem anspruchsvollen Alltag holt sich die Qualitätsmanagerin bei Unternehmungen mit ihrer Familie, in der Natur mit ihrem Hund Josefine oder beim Lesen. Außerdem reist sie gern. „Dänemark und Rügen haben es mir angetan – da kann man richtig schön die Seele baumeln lassen“, verrät Angela Berg. „Aber ich freue mich auch immer wieder auf den Alltag hier in der Diakoniestation.“


Selbständig leben – trotz Pflegebedürftigkeit

Wilhelmsburg, 24. Juli 2009 – Individuelle Bereuung und ein weitgehend selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause trotz Pflegebedürftigkeit – für die Menschen auf der Elbinsel kein Problem. Die Diakonie Wilhelmsburg kann flexibel und individuell auf die unterschiedlichsten Pflegebedarfe reagieren. So wie bei Gertrud Behr. Trotz Schlaganfall kann sie weiterhin in ihrer Wohnung im Carsten-Stift wohnen.

Als Gertrud Behr ihren Schlaganfall hatte war das der schlimmste Tag. „Ich dachte, ich werde wohl nie wieder in meine Wohnung zurückkehren können“, sagt die ältere Dame. Behr ist nach ihrem Schlaganfall halbseitig gelähmt, das Sprechen fällt ihr schwer. Ihre Familie konnte die Versorgung nicht übernehmen. Musste sie jetzt ins Pflegeheim? Die Diakonie Wilhelmsburg organisierte bereits im Krankenhaus gemeinsam mit den Angehörigen von Gertrud Behr alle nötigen Maßnahmen, damit die Seniorin weiterhin in ihrer Wohnung leben konnte.

„Ich war so glücklich als ich erfuhr, dass ich nach Hause konnte, dass die Diakonie Wilhelmsburg die notwendige Pflege ambulant leisten konnte“, erinnert sich Behr. Fünfmal am Tag zu gemeinsam festgelegten Zeiten kommen die Schwestern der Diakonie Wilhelmsburg seitdem und helfen der älteren Dame bei den Dingen, die sie alleine nicht mehr schafft. „Die Schwestern sind immer nett, nehmen sich für mich Zeit“, so Behr.

„Uns ist Bezugspflege wichtig“, erklärt Angela Berg, Qualitätsmanagerin der Diakonie Wilhelmsburg. „Es kommen immer dieselben Pflegerinnen zu den Kunden. Das schafft Vertrauen und man lernt sich kennen. Immerhin ist jeder Mensch anders, hat ganz persönliche Vorlieben und Erfahrungen.“ Dabei ist es wichtig, dass die Pflegebedürftigen in die Pflege mit eingebunden werden und alles selber machen, was sie noch machen können. „Ich lege nach wie vor meine Wäsche selber zusammen und spüle mein Geschirr ab“, sagt Behr stolz. „Wenn doch mal eine Urlaubsvertretung kommt, weiß ich immer was zu tun ist“, lacht Behr verschmitzt.

Nähere Informationen zum Ambulanten Versorgungsangebot der Diakonie Wilhelmsburg gibt Angela Berg unter: (040) 75 24 59 18